Studie zur Vorbeugung von
Darmpolypen mit Grüntee-Extrakt

Grüner Tee und Krebs

Besonders gut untersucht ist die vorbeugende Wirkung von Grünem Tee auf das Krebswachstum. Inhaltsstoffe des Grünen Tees verhinderten in Zellversuchen über molekulare Mechanismen die Teilung und Fortpflanzung von Krebszellen. Es gibt große Bevölkerungsstudien, besonders aus asiatischen Ländern wo viel Grüntee getrunken wird, die ein niedrigeres Vorkommen bestimmter Krebsarten bei Personen, die viel Grüntee trinken, zeigen. Besser untersucht sind die krebshemmenden Eigenschaften allerdings in gezielten klinischen Studien an Tieren oder auch bereits bei Patienten. Dabei scheint Grüntee insbesondere vorbeugende und krebswachstumshemmende Eigenschaften zu besitzen. So wurde ein selteneres Auftreten von Prostatakrebs bei Patienten mir hohem Risiko für diese Erkrankung gezeigt. Bei Frauen wurde ein Rückgang der Zellveränderungen bei Vorstufen von Gebärmutterhalskrebs verzeichnet und zwar sowohl durch lokale Wirkung von Grünteeextrakt, als auch nach Einnahme von Grünteeextraktkapseln.

 

Grüner Tee und Darmkrebs

In Zellversuchen konnte nachgewiesen werden, dass die Inhaltsstoffe des Grünen Tees die Teilung und Fortpflanzung von Krebszellen verhindern konnten. Deshalb wurden Tierversuche an einem bestimmten Mausstamm durchgeführt, der dafür bekannt ist, besonders häufig Darmkrebs zu entwickeln. Dabei konnte festgestellt werden, dass durch die Gabe von Grünem Tee als einziger Trinkquelle, die Bildung bösartiger Vorstufen von Darmkrebs deutlich verringert wurde.
Studien, die die Entstehung von Krebserkrankungen im Laufe des Lebens untersuchten, konnten beim gesunden Menschen die vorbeugende Wirkung von Grünem Tee bei der Entstehung von Dickdarm-krebs (auch Kolonkarzinom genannt) nachweisen. Dickdarmkrebs ist derzeit die zweithäufigste Tumorerkrankung in Deutschland.
Darmpolypen (Adenome) können eine Vorstufe des Darmkrebses sein. In einigen Fällen können sie sich zu bösartigen Geschwülsten verändern. Aus Studien weiß man, dass Patienten, denen schon einmal Polypen entfernt wurden, ein höheres Risiko aufweisen, erneut diese Polypen zu bilden.
Bisher ist die wirksamste vorbeugende Maßnahme, die regelmäßige Teilnahme an den Darmkrebs-vorsorgeuntersuchungen.
Wünschenswert wären aber effektive vorbeugende Maßnahmen, die zugleich arm an Nebenwirkungen sind. Alle bisher bekannten Möglichkeiten zur medikamentösen Vorbeugung gegen Darmkrebs können von den aktuellen Leitlinien nicht empfohlen werden. Die Nebenwirkungen von z.B. Aspirin auf den Magen-Darm-Trakt (Gefahr von Blutungen) oder von sogenannten COX2-Hemmern auf das Herz-Kreislaufsystem stehen in keinem Verhältnis zum zu erwartenden Nutzen.
Eine Krebsvorbeugung durch gesunde Ernährung wäre dagegen eine unbedenkliche Methode.
In Rahmen der MIRACLE-Studie soll daher untersucht werden, inwieweit die tägliche Einnahme von Grüntee-Extrakt in Kapselform, das Wiederauftreten von Darmpolypen verhindern kann.

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